Joachim Röderer - Metall

wurde in Tuttlingen / Baden geboren und studierte in Köln und an der University of Wisconsin/USA. Künstleranerkennung an der Akademie Düsseldorf

Der Stahlbildhauer lebt und arbeitet in Magdeburg und  beschäftigt sich u.a. mit abstrahierten (Schrift-)Zeichen und Symbolen. Die Stahlplastiken verkörpern etwas, das wir normalerweise nur aus Abbildungen von mikroskopischen Untersuchungen kennen: Chromosomen. In millionenfacher Vergrößerung wird den Trägern der menschlichen Erbinformation hier ein Denkmal gesetzt. Chromosomensind doppelt codiert: Sie verweisen in die Vergangenheit wie auch in die Zukunft, sie tragen die Informationen der Menschheitsgeschichte ebenso mit sich wie die (geheimen) Informationen über die menschliche Zukunft. Anders ausgedrückt sind Chromosomen „Erinnerungsmoleküle“ und „Zukunftsbausteinchen“. Aber auch wer die plastische Form als Schriftzeichen interpretiert, wird schnell fündig: Sie erinnern ebenso an ein lateinisches X und ein griechisches Chi oder können, in einer weiteren Lesart, als Standort-markierendes ‚Kreuzchen’ angesehen werden.

Aus den beschriebenen unterschiedlichen Betrachtungsweisen der Werkgruppe der Chromosomen ergibt sich jedoch kein ‚entweder oder’ sondern ein ‚sowohl als auch’. Joachim Röderer arbeitet konsequent an Plastiken, die ungewöhnliche Sichtweisen auf vermeintlich Bekanntes erlauben bzw. hervorrufen. Im Beispiel der Chromoso­men und auch seiner Serie der Riesenameisen Formiga ist dies z.B. die riesenhafte Vergrößerung und Verdinglichung von durchaus rät­selhaften Formierungen, die in der ‚normalen’ Welt nicht sichtbar und dennoch vor­handen sind.

Röderer erhielt zahlreiche Kunstpreise und stellte im gesamten Bundesgebiet, den USA, Großbritannien und den Niederlanden aus.

Zahlreiche öffentliche Ankäufe

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